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in meinem Sehnen so zeitenalt

wünschte ich, Dein Herbst zu sein

Deine Pupillenhallen mit allen Farbenwelten zu füllen

das Rascheln im laubigem Seelengrund zu sein

klaube Kaleidoskopsplitter

aus

Gesagtem, Gedachtem, Gegangenem

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jenseits von Traumesmai ziehen Purpurwolken über den Himmel

verjagen Mondgesicht und Sonnenfrau

schenken bleierne Stille

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© *Selfconscious

Photographer: Lilya Corneli

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Abwendig hängt der Mond im Dunst,
mein Herz geht durch die Feuersbrunst
in glasig harte Kälte.
Von einer frühen Älte
befallen sitz ich träg und krank
auf der verlaßnen Bahnhofsbank
und fürcht mich aufzustehen.
Was ist mir denn geschehen?…
Das denk ich immer vor mich her,
doch oben ist die Stelle leer,
die das noch wissen sollte.
Wie schwer wiegt das verkohlte
steinharte Ding da in der Brust…
Noch gestern hab ich mehr gewußt,
es war so wie ein Messer.
Der Schmerz ist heute besser
und morgen ist er sicherlich
nur mehr so wie ein Nadelstich –
muß jetzt wohl schlafen gehen.
Was ist mir denn geschehen?…
Abwendig sinkt der Mond im Wald,

bis in die Seele ist mir kalt.

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Du fehlst mir!!

Im Herzensgrund hab ich für Dich ein Nest gebaut mit Blick hinauf zum Mond..

Martini und Oliven.. und dunkle Schokolade. .Du weißt schon. .die bittere!

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Lyrik: Christine Lavant

Photographer: E. Recuenco

sarachmet2.jpg

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Im Gewölbe der Schwerter besieht sich der Schatten laubgrünes Herz.
Blank sind die Klingen: wer säumte im Tod nicht vor Spiegeln?
Auch wird hier in Krügen kredenzt die lebendige Schwermut:
blumig finstert sie hoch, eh sie trinken, als wär sie nicht Wasser,
als wär sie ein Tausendschön hier, das befragt wird nach dunklerer Liebe,
nach schwärzerem Pfühl für das Lager, nach schwererem Haar…

Hier aber wird nur gebangt um den Schimmer des Eisens,
und leuchtet ein Ding hier noch auf, so sei es ein Schwert.
Wir leeren den Krug nur vom Tisch, weil uns Spiegel bewirten:
einer springe entzwei, wo wir grün sind wie Laub!

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Text: Paul Celan

DeviantArt: Małgorzata Maj

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