… Gedankenflut …

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Hier im blassblauen Kämmerlein

zwischen Nachtgesang und Morgenlied
suche ich des Schlafes Kind

und finde doch nur wieder Frau Sehnsucht
meine alte Verbündete, wann schon ließ sie mich jemals allein?
Nichtmal als wir den Hahn hinterm Windmühlenwall töteten zog sie von dannen,
nahm des Feuervogels verlorene Kinder nur milde lächelnd in ihre bleigrauenden Arme.
***

Und jetzt..
da mir Dämmernden nur noch die pastellkreidenen Farben geblieben sind,
tanzt sie wirbelnd durch mohnrote wehe  Herzensgründe
webt sorgsam zerissene Zeitenfäden ins Nachthaar
schleicht sich atemleise durch meinen rastlosen Tag

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© *Selfconscious

Bliss : Quiet Letters

~ von Miss*P am Juni 4, 2009.

8 Antworten to “… Gedankenflut …”

  1. [...] By gokui zwischen den stunden des abends den stunden des morgens möchte ich meinen leib dahinlegen meiner seele ein tor öffnen [...]

  2. Meine liebe Wortfreundin, in letzter Zeit bist Du bedauerlichst ruhig in dem, was Du so wundervoll vermagst.

    Ich hoffe, es quält Dich nichts, was Dir die Worte verschlägt. Und falls doch, wünsche ich Dir, dass Du es besiegen mögest.

  3. Mohnrote wehe Herzensgründe…

    Wortgewaltig beschreibst du schmerzhafte Seelenwunden. Auch sie werden heilen – irgendwann…

    Herzliche Grüße – Donna

  4. Die Wortgewalt Deiner Atemzüge macht mich rat- und rastlos zugleich. Im Denken, Handeln, Fühlen.

    Deine Abwesenheit quält und die Sehnsucht nach weiteren Worten treibt mich. Ich hoffe, sie erreichen Dich auf leisen Sohlen … meine Gedanken an Dich.

  5. Frau Sehnsuchts alte Spinnen,
    seit Jahren wollen’s gwinnen,
    den alten Kampf.

    Sie nehmen die Fäden
    aus Zeiten und Wehen,
    sie weben ein Tuch.

    Sie weben aus Rot,
    sie weben aus Blut,
    sie weben die Not
    mit edelstem Mut,

    sie weben den Hass,
    sie weben den Kummer,
    sie geben den Hass
    zu sterbendem Schlummer

    bis aus allem Leid des Menschengeschlechts
    ein Martinsmantel für alle erwächst.

    +++

    Möge dein Schmerz schon bald verflochten, dein wortgewaltiger Odem wieder spürbar werden. Eine herzliche Umarmung aus dem Loch im Pott

  6. Hallo Ihr Lieben,
    so fern bin ich eigentlich nie von Euch weg – das wisst Ihr ja hoffentlich.

    Schön, dass Du zurückbist – Hendryk.
    Eigentlich ist Schmerz doch meist der größere Antrieb für Wortschandtaten.. nicht?

    *liebste Grüße
    L.

  7. Miss*P, wie irrt Ihr doch: Mag Schmerz ein starker Antrieb sein, stärker noch ist Staunen und Verwunderung. Nicht die Pein macht mich schreiben – obwohl sie es auch tut – der Blick nach Vorn gibt mir Kraft zurückzublicken und aus den qualvollen Fragmenten den Kummer zu pressen, dass die Hoffnung auf den Rahmen geschöpft wird und trocknen kann, damit sie mein Büttenpapier wird.
    Und so widerspreche ich Euch und tu’ es doch nicht …

  8. Ich find Widersprechungen gut. macht nur weiter so ,) Hendryk und lasst uns in der Mitte von … Nirgend-Irgend-Wo … treffen. vielleicht… Schmerz, Staunen .. Verwunderung .. gehört das nicht alles zusammen?

    Auf ins philosophische Querdenken!

    Es tut gut, Dich zu lesen!

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