… Elegie ./. TraumSequenz …

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Wo nur bist Du,

heimlichster aller Wortfreunde,

stahlst mir die Ruhe mit ehernem Lächeln,

ehe Du mit dem brausendem Maienlied nach Nirgendwo entschwandest

***

Verwachsen wüten unsere Stimmen im blassblauen Wald

drüben, hinter Traumesmai, jenseits der Windmühlenritter,

irren  behende durch sirenenglühende Herzensgründe

***

Und nun stehen sie vor mir Dürstenden,

steinerne Wortsalven prasseln in zeternde Opferschalen

und auch der Regen mag meine Wundmale nicht zu kühlen

***

Still nur. .schweig …

in einen neuen Tag hinein …

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© *Selfconscious

PhotoArt : Fr. v. Rosenfelde & Silent View

~ von Miss*P am Mai 4, 2009.

6 Antworten to “… Elegie ./. TraumSequenz …”

  1. Diese Sehnsucht nach Worten
    mit gleichzeitigem Verlangen nach Schweigen
    weißt nur Du so perfekt und voller Gefühl darzustellen.

    Werteste aller Wortkrobatinnen.

  2. So bin ich denn irgendwie bei dir gelandet! Ich bin sehr berührt von deinem Text!
    Mit viel Zeit zum Lesen und Nachspüren werde ich gerne bei dir verweilen…

    LG – Donna

  3. Du verstest es mit Worten Gemälde zu schaffen, wie kein Maler der Welt es mit Farben vermag. Wunderschön und dein Text passt gerade…irgendwie so gut…

  4. [...] schlafen und träume was schönes träume von einem blumenfeld mit deinem liebsten lausche seinen worten während du mit deinen händen gehend über die kornähren streichst als seien sie das haar das du [...]

  5. Vielleicht verschwand er über die Grenzen der Glashauswelt hinaus,
    in Länder anderer Worte, anderer Sprache.
    Vielleicht verbrachte er fernab von der Moosgrünen Waldlichtungen,
    mehr Zeit mit fremdem Gedanken und neuen Welten als er je für möglich gehalten hatte.
    Es wäre möglich dass er manchmal an die Versprechen dachte in die Welt der Wortgeheimnisse und Sprachgeflechte zurückzukehren.
    Vielleicht blieb ihm dieser Weg jedoch einfach verwehrt.
    Ich bin ganz sicher dass es ihm leid tut aber er wird wiederkommen, für den Sommer nun, keine Sorge.
    Denn trotz allem hat er dich vermisst.

  6. Wär’ es ich, ich
    schrie auf „Hier“,
    ließ’ Glaswachshäuser klirrend schmelzen,
    säng’ mein Lied, wie du es kennst,
    tränkt’ dein Durst mit neuen Wörtern
    und heilte alle Wunden.

    Doch Erlöser bin ich nie gewesen,
    ward ich nie gebor’n,
    schmachte nach Tee aus Buttermondens Kannen
    bei Vettels Keksen zu absinthenem Groll.
    An fester schmelzenden Scheiben
    erstarre ich,
    warte ich
    mit dir und seh’ ein Leid
    in Quartzsand konserviert.

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