… Maiennacht … *Ludwig´sches Gedankenspiel

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In der Ferne zeichnen absinthene Blitze den jungen Tag

flechten nachtfarbenes Blattwerk ins Stundengewirr

schenke unsere Worte der wehmütigen Dunkelheit,

webe goldenes Garn in die Säume unendlichen Leids

auf das sie Dich vergessen machen

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Wie all diese Grashalme sich unterm Himmelsblei ducken

in Erwartung des Zährensturms

so duck ich mich denn mit ihnen,

um unserer Gedankenglut zu entgehen

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Trennt Euch, Oh Satzwesen, von den Seiten

wo Apfelkerne lose Phrasen ins eherne Papier droschen…

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Sieh nur, Mutter Sehnsucht wartet auf Ihr verlorenes Kind

drüben im Glashaus unterm schwermütigen Efeu

nichts ist mir Heimkehrenden in dieser Stunde hold

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© *Selfconscious

~ von Miss*P am Mai 1, 2009.

2 Antworten to “… Maiennacht … *Ludwig´sches Gedankenspiel”

  1. „In der Ferne zeichnen absinthene Blitze den jungen Tag
    flechten nachtfarbenes Blattwerk ins Stundengewirr
    schenke unsere Worte der wehmütigen Dunkelheit,
    webe goldenes Garn in die Säume unendlichen Leids
    auf das sie Dich vergessen machen.“

    - das ist großartig! danke fürs lesendürfen. lg. A

  2. Vorab verzeiht, dass ich so lange schwieg. Zu kostbar sind Eure Worte, als dass ich sie wie Instantsuppe en passant schlürfen wollte. … dafür gibt’s es nun auch frisches Blattgrün, gewrungen aus heutnächtigen Bellmuscheln.
    +++
    neuland … (III)

    flirren, bibbern und wabern,
    alles im Vagen,
    Frau Sehnsucht zittert vor Freude,
    lässt Hägepfade höher schlagen.

    im Schatten des Nachtmahrs von
    vorne kommend schleicht der alte
    Affe A. heran, verwandelt
    Beben in Kälte.

    Am Fuß der greifenden Borkenranke ist
    das Ufer entschwunden,
    des hirschgekrönten Feuervogels Kinder
    drängen dich zu gehen.

    Oh, Buttermond, leuchte
    den Weg zum unentdeckten Land.

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