… Maiennacht … *Ludwig´sches Gedankenspiel
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In der Ferne zeichnen absinthene Blitze den jungen Tag
flechten nachtfarbenes Blattwerk ins Stundengewirr
schenke unsere Worte der wehmütigen Dunkelheit,
webe goldenes Garn in die Säume unendlichen Leids
auf das sie Dich vergessen machen
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Wie all diese Grashalme sich unterm Himmelsblei ducken
in Erwartung des Zährensturms
so duck ich mich denn mit ihnen,
um unserer Gedankenglut zu entgehen
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Trennt Euch, Oh Satzwesen, von den Seiten
wo Apfelkerne lose Phrasen ins eherne Papier droschen…
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Sieh nur, Mutter Sehnsucht wartet auf Ihr verlorenes Kind
drüben im Glashaus unterm schwermütigen Efeu
nichts ist mir Heimkehrenden in dieser Stunde hold
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© *Selfconscious
~ von Miss*P am Mai 1, 2009.
Veröffentlicht in Wortwahn
Schlagworte: Feuervogels verlorene Gedanken, Mai, Me, Metaphern, Nachtmahr, Paula Ludwig, Sehnsucht, Traumesmai

„In der Ferne zeichnen absinthene Blitze den jungen Tag
flechten nachtfarbenes Blattwerk ins Stundengewirr
schenke unsere Worte der wehmütigen Dunkelheit,
webe goldenes Garn in die Säume unendlichen Leids
auf das sie Dich vergessen machen.“
- das ist großartig! danke fürs lesendürfen. lg. A
Vorab verzeiht, dass ich so lange schwieg. Zu kostbar sind Eure Worte, als dass ich sie wie Instantsuppe en passant schlürfen wollte. … dafür gibt’s es nun auch frisches Blattgrün, gewrungen aus heutnächtigen Bellmuscheln.
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neuland … (III)
flirren, bibbern und wabern,
alles im Vagen,
Frau Sehnsucht zittert vor Freude,
lässt Hägepfade höher schlagen.
im Schatten des Nachtmahrs von
vorne kommend schleicht der alte
Affe A. heran, verwandelt
Beben in Kälte.
Am Fuß der greifenden Borkenranke ist
das Ufer entschwunden,
des hirschgekrönten Feuervogels Kinder
drängen dich zu gehen.
Oh, Buttermond, leuchte
den Weg zum unentdeckten Land.