.. Lippenbekenntnisse, ./. SchlafLos ..

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Unruhe dunkelt in die Schwindmondnacht

Vettel Sehnsucht kühlt zerfurchte Denkerstirnen

Gedankentiraden irren durch schweigsame Korridore

nirgends finden sie Rast in diesen sternumflorten Mauern

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Morpheus, Morpheus,

wo nur sind sie geblieben .. jene Zeiten

da ich in deinen Armen Ruhe fand.. und.. Kraft

da Du mich zu den Sternen führtest..

hinauf. ins Himmelsmeer

fernab jeglicher Gedanken…

~ rastlos ~

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© *Selfconscious

Photographer: Lilya Corneli

~ von Miss*P am September 2, 2008.

3 Antworten to “.. Lippenbekenntnisse, ./. SchlafLos ..”

  1. zuerst william butler yeats, dann ich.
    +++
    Cast a cold Eye
    On Life, on Death.
    Horseman, pass by.
    +++
    schwindmondnacht, so rostig meine sichel,
    mag die erinnerungen nicht mehr schneiden
    für meinen trank des gedenkens,
    lässt mich endlos irren
    von seufzerklee und kummergras
    entlang der kalten mauer.
    mein einzig pfad,
    ich bin umringt,
    erinn’rung türmt sich auf,
    ich kann sie nicht mehr trinken,
    mauert mich ein in meinem turm
    ohn’ tor, ohn’ sprossen.
    ein turm ohn’ dach,
    es regnet begehren,
    ich hör der vettel wahnwilden tanz
    und ertrinke im wunsch nach schlaf.
    +++
    zuletzt wieder w. b. yeats. the stolen child.
    Come away, O human child!
    To the waters and the wild
    With a faery hand in hand,
    For the world’s more full of weeping than you can understand.

  2. wie soll ich jetzt nicht sehnsüchtig einschlafen, zumal o’stravaganza auf mich wartet? vivaldi in irland, so surreal wie nur möglich und doch so real, so voll ungeahnt barocker sehnsucht …
    du bereitest mir schlaflos durchweinte nächte – mit tränen in den augen falle ich aus meinem irischen traum in die sehnsüchtige welt zurück und kann nicht anders als glänzenden auges meinen drang die wangen hinabgleiten zu lassen, ohne dass er geringer würde.

  3. ich hab auch noch was schönes von yeats..

    i have heard the pigeons of the Seven Woods
    Make their faint thunder, and the garden bees
    Hum in the lime-tree flowers; and put away
    The unavailing outcries and the old bitterness
    That empty the heart. I have forgot awhile
    Tara uprooted, and new commonness
    Upon the throne and crying about the streets
    And hanging its paper flowers from post to post,
    Because it is alone of all things happy.
    I am contented, for I know that Quiet
    Wanders laughing and eating her wild heart
    Among pigeons and bees, while that Great Archer,
    Who but awaits His hour to shoot, still hangs
    A cloudy quiver over Pairc-na-lee.

    … und da fragst du noch nach dem *nicht sehnsüchtigem* einschlafen?

    so lass sie denn fließen.. den irischen traum aber werden sie dir nicht mit hinfortspülen, auch wenns für den augenblick so scheinen mag!

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