*eine Sybille – der neuen Gedichte anderer Teil .. halt

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Einst, vor Zeiten, nannte man sie alt.
Doch sie blieb und kam dieselbe Straße
täglich. Und man änderte die Maße,
und man zählte sie wie einen Wald

nach Jahrhunderten. Sie aber stand
jeden Abend auf derselben Stelle,
schwarz wie eine alte Zitadelle
hoch und hohl und ausgebrannt;
von den Worten, die sich unbewacht
wider ihren Willen in ihr mehrten,
immerfort umschrieen und umflogen,
während die schon wieder heimgekehrten
dunkel unter ihren Augenbogen
saßen, fertig für die Nacht.
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Heute war ein grausamer Tag – nicht nur für mich, aber im Speziellem schon .. ich bin froh, dass die Sonne ihn mit hinweg nahm und Platz macht für eine samten-still-dunkle Nacht .. stoßen wir darauf an . und darauf, dass die kommenden Tage nicht schreckgefüllter sein könnten ..

Ein Vivat auf alle Sybillen des Weges und der Kreuzungen, welche sich des Lebens rühmen!

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Text: R.M.Rilke / Photographer: Anke M.

~ von Miss*P am Februar 11, 2008.

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